Dienstag, 27. Dezember 2016

Jahresendablage die Zweite - Weihnachten mit Verlegers und die Apfellösung

Launige Worte zum Einstieg: Und dann freut man sich auf ein paar ruhige Tage zum Jahresende und plötzlich ist aber so derartig was los, denn

Mein Verleger bringt zu Weihnachten unser Kundendialogbooklet unter die Leute

Und zwar hat mein Verleger, der weise Martin Dalla Vecchia, beschlossen, seinen und unseren Lesern und Kunden auch mal (wieder) etwas Gutes zu tun. Und so vertreibt der BPX Verlag das eBook "Kundendialogmanagement" von Rémon Elsten und mir für sage und schreibe NULL FRANKEN, wenn man denn bis Ende Jahr den Code XMAS16 nutzt. Ein Hoch also auf den fliegenden Weihnachtsmann. Und ab zum Download.

Und dann hat Sandro noch gefragt, ob mein iPhone nun nen neuen Akku hat...

Und diese Geschichte hatte mir dann ja vor Weihnachten auch noch sämtlichen Glauben an quasi kundenorientierte Unternehmen geraubt. Man erinnere sich. Mein iPhone beschloss nach 10 Montane Nutzung sich gern mal bei 60% Akkustand auszustellen, Apple erklärte, dass sei ja nun das Problem des Telkoproviders Salt, diese erklärten, das sein mein Problem und ich erklärte das qua Blog also zum Weltproblem.

War es dann wohl auch, denn, wie mir im Apple Store in Zürich versichert wurde: Es waren sehr viele iPhones betroffen. Also, drei Wochen nach meinem Blogartikel darüber, gab es ein Austauschprogramm bei Apple. Dummerweise gab es per 3.12. bei Apple in Zürich keine Reparaturslots mehr für den gesamten Dezember. Also bei Apple im Glattzentrum in Wallisellen zum Akkuaustausch angemeldet. Bei der Anmeldung mein Problem ins Kommentarkästli geschrieben und darum gebeten, mich anzurufen, sollten an dem Tag keine Akkus vorrätig sein. Denn man möchte ja nicht umsonst von Kreuzlingen nach Wallisellen und zurück fahren.

Kein Anruf kam, also ab nach Wallisellen ins Glattzentrum. Dort zur Genius Bar. Es kommt auch ein Apfeljüngling und fragt: "Was kann ich denn für Sie tun?" Schick. Also hat der nix gelesen vorher. Und so geht das auch weiter: "Ja, da machen wir jetzt folgendes: ich schreib mir Ihren Fall mal auf und dann rufen wir sie an, wenn wir wieder Akkus vorrätig haben. Und dann kommen Sie wieder." Ich darauf etwas ungehalten: "Guter Mann, genau das hab ich ja nun bei der Anmeldung verhindern wollen. Deswegen stehen ja auch alle Informationen in dem dafür vorgesehenen Kommentarfeld." Das Apfeljüngelchen darauf: "Glauben Sie etwa, das liest hier Einer?" Ich atme ein, ich atme aus und möchte gern den Chef des Jüngelchens sprechen.

Der kommt und fragt  "Was kann ich denn für Sie tun?" Schick. Also hat das Jüngelchen dem nix gesagt. Und so geht das auch weiter: "Ja, da machen wir jetzt folgendes: ich schreib mir Ihren Fall mal auf und dann rufen wir sie an, wenn wir wieder Akkus vorrätig haben. Und dann kommen Sie wieder." Ich darauf etwas ungehaltener: "Guter Mann, genau das hab ich ja nun bei der Anmeldung verhindern wollen. Deswegen stehen ja auch alle Informationen in dem dafür vorgesehenen Kommentarfeld." Der Chef darauf: "Glauben Sie etwa, das liest hier Einer?" Ich atme ein, ich atme aus und will seinen (!) Chef sprechen. Der hat aber keinen und meint ich könnte mich ja bei Apple Customer Care beschweren, wenn ich denn da mal durchkäme. Ich verlange eine direkte Nummer, er gibt mir keine. Ich werde laut ...

Und da kommt ein weiterer Apfeljüngling, der grad im Lager war und dort urplötzlich noch einen neuen Akku gefunden hat. So eine tolle Überraschung, muss wohl grad reingekommen sein oder war vielleicht noch vom Vortrag übrig. Oder vielleicht hält man dort welche vorrätig, falls ein Kunde gänzlich unerwarteterweise nicht zum dritten Mal wegen so einem Mist von Kreuzlingen nach Zürich fahren will und das auch noch lautstark zum Ausdruck bringt. Jedenfalls hat man einen Akku gefunden und möchte den nun einbauen. Und braucht dafür geschlagene 100 Minuten. Das hat auch nirgendwo gestanden. Ich bin aber auch mittlerweile von soviel Unvermögen weich gekocht und überlasse denen mein ausgelagertes eydeetisches Hirn (=iPhone). Haben die dringend nötig. Hirn.

Mache also eine mentale Notiz an mich selber: Unbedingt aufblasbare Hirne als Geschenk für überforderte Kundenmanager besorgen. Und treibe mich 100 Minuten telefonlos im Glattzentrum herum, welches wohl zurecht auf Platz 7 der trostlosesten Plätze der Schweiz gelandet ist. Dann gibt es das Telefon zurück und wow (!) es funktioniert und doppelwow (!!) Apfeljüngling 2 erklärt mir, es sei doch toll, nun hätte ich 70 Franken gespart. "!MOMENT MAL: Diese Reparatur hätte sonst 70 Franken gekostet?!" "Ja, toll, nicht wahr?" Ich atme ein, ich atme aus. Nun hatte mir ja der Held aus dem Applestore Zürich bescheint, mein Telefon hätte einen ernsthaften Hauptplatinenschaden (vgl. Bild links!). Ich reg mich also geschlagene drei Monate auf, weil sich das Mistgerät dreimal pro Woche völlig unerwartet ausstellt, verpasse drei Termine (darunter einen mit meinem Verleger und dessen Flugzeug auf HELGOLAND!) und werde schier wahnsinnig aufgrund der Reaktionen von Apple und Salt und die Reparatur hätte nur 70 Franken gekostet?! Leute, wenn man mir das gesagt hätte, hätte ich nach dem dritten Wort gesagt: Shup up and take my money, Hauptsache das Gerät funktioniert.

Aber gute Kundenkommunikation muss man bei Apple wohl erst lernen. Egal, mir geht die Arbeit nicht aus, Samstag gibts die CRM Trends des Jahres, dafür kostet das Booklet wieder was, grad war Weihnachten und Fondue muss erst mal ne Weile nicht.

Hoffentlich geht`s Euch auch flockig. Frohen Jahreswechsel!   


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